6. Oktober 2019userSteffi

Lochkamera-Fotografie mit einer HOLGA WPC

Am 1. Oktober 2019 begann die Holga-Woche, in der man nur mit Holga-Produkten Fotos macht. Eine Holga ist eine ikonische, preisgünstige Plastikkamera, die für ihre Lichtundichtigkeiten und Vignetten bekannt ist. Die Holga 120 S war das erste Modell, das 1982 für den chinesischen Markt produziert wurde. Inzwischen gibt es viel mehr Modelle und ich besitze ebenfalls einige davon.

Ich wollte ein paar Bilder mit der Lochkamera machen, weil ich den andersartigen Charakter und die besondere Wirkung mag, die sich daraus ergibt. Also beschloss ich, meine Holga 120 WPC Kamera, mein Stativ und einige abgelaufene Kodak TMax Schwarz-Weiß-Filme einzupacken.

Was ist das Besondere an einer Lochkamera?

Zunächst hat sie kein Objektiv wie andere normale Kameras. Es gibt nur ein sehr winziges Loch (Pinhole), durch dass das Licht dringen kann. Das führt zu einer viel längeren Belichtungszeit von einigen Sekunden oder Minuten. Zum Beispiel hat die Holga WPC 120 eine Blende von F/135 mit einer 0,3 mm kleinen Lochblende.

Weiterhin haben die Bilder eine besondere Charakteristik mit ihrer unendlichen Schärfentiefe. Dies bewirkt eine gleichmäßige Schärfe, bei der alles im Fokus ist, egal ob nah oder weit weg.

HOLGA WPC 120 Eigenschaften

Die Holga WPC ist eine Superweitwinkel-Mittelformatkamera, die volle 120 Grad ermöglicht. Sie können eine von zwei mitgelieferten Masken einsetzen. Die Größere ist ein 6x12-Rahmen, bei dem Sie sechs Bilder pro 120er-Filmrolle erhalten. Die Kleinere ist für neun Bilder mit einer Größe von 6x9 ausgelegt.

Wie wird ein Pinhole Foto gemacht?

Was du benötigst, ist eine Lochkamera mit einem 120er Film, ein Stativ, einen Kabelauslöser, einen Belichtungsmesser und vielleicht einen Timer.

Folgende Schritte sind durchzuführen:

  • Film in die Kamera einlegen und ISO notieren
  • Szene für die Aufnahme wählen
  • Kamera auf ein Stativ oder festen Standpunkt setzen und für den Bildausschnitt positionieren
  • Messen der Belichtungszeit für die entsprechende ISO mit einem Belichtungsmesser
  • Bestimmen der Belichtungszeit für die Blende der Kamera unter Berücksichtigung des Schwarzschildeffekt, wenn eine Sekunde überschritten wird
  • Drahtauslöser befestigen
  • Bild aufnehmen und Timer starten

Das ist alles, was du brauchst, um dein erstes Pinhole-Foto zu machen.

Im Folgenden zeige ich nun einige Ergebnisse meiner Foto-Sessions. Ich hatte sieben Tage Zeit, um die Bilder für den Wettbewerb aufzunehmen. Mittlerweile habe ich die ersten Filme entwickelt und gescannt. Ich nahm den Adox APH-09 S/W-Filmentwickler für eine Standentwicklung von 60 min @20°C.

Nachdem alle meine Bilder fertig sind, werde ich drei davon auswählen, um sie beim Wettbewerb einzureichen. Ich bin sehr gespannt auf die unterschiedlichen Ergebnisse der anderen Teilnehmer, aber bis zur Bekanntgabe im November wird es noch etwas dauern...

Hier meine Auswahl. Alle Bilder wurden mit einer HOLGA 120 WPC Wide Pinhole Kamera und dem Kodak TMAX 100 pro Film aufgenommen (abgelaufen 12/2000).

Weiterführende Links:

Kommentare

Steffi(8. November 2020 14:56)

Hi Dave, thank you for your question :-) In the beginning it also puzzled me. And I will add some more content on how to do this.

Mainly you have to follow the light beam through the pinhole. It means you can estimate the frame by extending the line from the right side of the film plane to the pinhole and vise versa. I recommend to watch this video (from 5:40min), which covers this with a good explanation.

Enjoy taking pictures! Bye Steffi


Dave(7. November 2020 02:52)

How do you set up a scene since there is no viewfinder?
Thanks


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